Klingt gut, oder..das waren zunächst 16 Stunden Zug, dann ging es mit dem Taxi 20km durch Kolkata (für die man aufgrund des Verkehrs ein ganz klein wenig länger braucht wie bei uns), dann hatten wir einen halben Tag „Luxushotel“, welches als direkt am Flughafen bezeichnet wurde. Und der Flughafen war ernsthaft nur eine Mauer von uns entfernt. Da es aber eine gewisse Allgemeinlautstärke in Indien hat, habe ich nicht ein Flugzeug gehört..immer die positiven Seiten hervorheben, nicht 😉 In Kolkata stürzten wir uns wieder ins öffentliche Verkehrsnetz, Busfahren ist da einfach immer super und auch wenn man 30 Busse durchwinken muss, irgendwann kommt ein passender. Mit dem ging es dann in eine Mall, wo ich den Traum von einem richtigen Kaffee begraben konnte. Preislich war er zwar ein deutscher Kaffee, aber das wars dann leider auch schon. Das McFlurry Oreo danach hat mich allerdings soooo glücklich gemacht, dass dem Kaffee verziehen sei 😉 Sonst nutzen wir primär das Wlan im Internet, die ach so erfrischend kalte Dusche und MTV India..nochmal etwas Zivilisation, bevor es losging.

Der Flug von Kolkata nach Port Blair war auch eays-peasy, wir hatten nette Notausgangssitze, es gab umsonst Essen (hallo indische Billigairline, wie toll bist du denn! Und wieso fliege ich nicht mit dir sondern dem blöden anderen Anbieter nach Delhi *g*). Vom Flughafen dann schnappten wir uns wieder einen Bus und keine der Rikshas wie alle anderen Touris und kamen somit zwar zuletzt aber bestimmt am günstigsten am Hafen an. Da dann die Ernüchterung: Karten für die Fähre sind nicht. Mittlerweile indienerfahren weiss man aber, geht nicht gibt’s nicht. Also bis kurz vor Abfahrt gewartet, jeden Schaltermenschen genervt bis sich plötzlich ein „Geheimbüro“ auftat, wo es doch noch genau 7 Karten für uns 5 Rucksacktouris gab. Da sowas verbindet, verbrachten wir dann auch die Schifffahrt und die nächsten Tage gemeinsam auf der Insel. Per Schiff gings dann von Port Blair so 2,5 Stunden durch enorm blaues, mit fliegenden Fischen überquellendes Wasser nach Havelock. Sah sehr nach Postkartenidyll aus und mein Magen hatte da noch vergessen, dass er Schiffe nicht mag (er erinnerte sich leider bei der Rückfahrt dran). In Havelock wurde es dann schon dunkeln (wir hatten ja schon 16.30h uihuihuih) und so suchten wir uns schnell unsere Hütte (wirklich Hütte!) am Strand und etwas zu essen 🙂 Für 350 Rupien, also keine 6 Euro, hatten wir nun ein sehr überschaubares Zimmer mit nichts außer einem Bett (und Moskitonetz, mit Löchern *g*) und einem Bad. Das alles war aus Bambus und Wellblech zusammengebaut, idyllisch nicht 😉

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